Informationen zum Corona-Virus

Einschränkungen in der Kindertagesbetreuung ab 16. Dezember 2020

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben sich aufgrund der noch immer steigenden Infektionszahlen auf weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben vom kommenden Mittwoch (16. Dezember 2020) verständigt. Hiervon sind auch die Kindertageseinrichtungen betroffen.

Der Bayerische Ministerrat hat am 14. Dezember 2020 beschlossen, die Kindertageseinrichtungen ab dem 16. Dezember 2020 zu schließen, wobei eine Notbetreuung zulässig bleibt.

Wir möchten Sie vorab schon einmal über die voraussichtlich ab Mittwoch, den 16. Dezember 2020, geltenden Regelungen informieren. „Voraussichtlich“ deshalb, weil der Landtag den Regelungen am Dienstag, den 15. Dezember 2020, noch zustimmen muss. Sollten sich daraufhin noch Änderungen ergeben, so werden wir Sie erneut informieren.

Ab Mittwoch, dem 16. Dezember 2020, gilt daher voraussichtlich Folgendes:

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen ist grundsätzlich untersagt. Die Frage einer Notfallbetreuung wurde mit dem Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Städtetag und den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege erörtert.

Danach sollen folgende Personengruppen eine Notbetreuung in Anspruch nehmen können:

    • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen,
    • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
    • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben,
    • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht

Anders als im Frühjahr haben wir diesmal darauf verzichtet, spezielle Berufsgruppen festzulegen, die zur Notbetreuung berechtigen. Vielmehr wird auf den Bedarf der Eltern abgestellt. Wir appellieren daher an die Eltern, Kinderbetreuung tatsächlich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht sichergestellt werden kann.

Die pädagogischen Mitarbeiter der Kindertageseinrichtung benötigen keinen schriftlichen Nachweis der Eltern, jedoch müssen sie ihre Gründe für die notwendige Betreuung in der öffentlichen Einrichtung nennen. Nur, wenn sie keine andere Möglichkeit für die Betreuung ihrer Kinder finden, sind sie für diesen begrenzten Zeitraum (z.B. während der Arbeitszeit beider Elternteile) berechtigt, eine Betreuung in Anspruch zu nehmen.

Während der bereits geplanten Schließtage – Weihnachtsferien vom 24.12.20 bis zum 06.01.21) findet keine Notbetreuung statt.

Klar ist, dass auch weiterhin keine Kinder mit reduziertem Allgemeinzustand oder Kinder, die in Quarantäne sind oder die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Personen hatten, die Notbetreuung besuchen dürfen. Insoweit gelten die Regelungen des Rahmenhygieneplans unverändert fort.

Dies gilt auch für die Regelungen zu Kindern mit Erkältungssymptomen. Kranke Kinder in Kinderkrippe und Kindergarten in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in die Kindertagesbetreuung. Die Wiederzulassung zur Kindertagesbetreuung nach einer Erkrankung ist in Kinderkrippe und Kindergarten erst wieder möglich, sofern das Kind bei gutem Allgemeinzustand mindestens 48 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) ist. Der fieberfreie Zeitraum soll 48 Stunden betragen. Die Eltern müssen eine schriftliche Bestätigung über die Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden vorlegen. Die Vorlage eines negativen Testergebnisses auf SARS-CoV-2 (PCR- oder AG-Test) oder eines ärztlichen Attests ist nicht erforderlich.

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner hat heute in der Pressekonferenz nach dem Ministerrat zu Beginn ausführlich den Beschäftigten in den Kitas und der Kindertagespflege für ihren Einsatz gedankt. Sie hat uns gebeten, diesen Dank hier nochmals zu wiederholen. Ferner bittet die Ministerin den dringenden Appell, eine Notbetreuung nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn die Betreuung der Kinder nicht auf andere Weise gesichert ist, an die Eltern weiter zu geben.

Sehr geehrte Eltern,

mit diesen Informationen wünschen wir Ihnen alles Gute für die kommende Zeit!

Nur wenn wir alle die Regeln ernsthaft beachten, können wir die Pandemie wieder etwas mehr kontrollieren. Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie gesund!

Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachtstage und einen guten, gesunden Start ins neue Jahr!

Wir freuen uns sehr, Sie und Ihre Kinder im neuen Jahr wieder im „Haus der bunten Worte“ begrüßen zu dürfen!

Herzlichst

Martina Riedl