Lernen in Alltagssituationen

Das Kind gibt uns Pädagogen seinen individuellen Lernweg und sein eigenes Lerntempo vor.

Kinder haben ein angeborenes Interesse am Lernen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen diese Freude und die Lust am Lernen zu bewahren. Bereits der Säugling hat eine unstillbare Lernbegierde und Lernfähigkeit.

„Kompetenzentwicklung und Wissenserwerb gehen Hand in Hand. Kinder lernen, denken, erleben und erfahren die Welt nicht in Fächern oder Lernprogrammen.“ (BEP) Lernen kann dabei nicht als isolierter Prozess betrachtet werden. Kinder erweitern ihre Kompetenzen im Austausch mit anderen und Kinder lernen mit ihrem Körper und all ihren Sinnen – ganzheitlich im Spiel. Im pädagogischen Sinn sind die Begriffe Arbeit, Spiel und Lernen keine Gegensätze, sondern sie sind sehr stark miteinander verknüpft. Wenn Kinder spielen, dann lernen sie. Das kindliche Spiel ist somit Arbeit für das Kind.

Mit diesem Hintergrundwissen wird deutlich, dass es in der Frühpädagogik auf die bewusste Gestaltung einer ansprechenden und auffordernden Lernumgebung sowie auf die gezielte Gestaltung von Lernprozessen ankommt. Vor allem durch unsere vielfältigen Projektdokumentationen nehmen sie ihre eigenen Lernprozesse beständig und bewusst wahr. Kinder können sehr bald Verbindungen zwischen Lernsituationen herstellen und das erworbene Wissen auf andere Bereiche übertragen.

Deshalb gestalten wir die Lernumgebung in unserer Kindertageseinrichtung ansprechend und auffordern. Die Erlebnisräume strahlen den jeweiligen Charakter des Raumes aus und die Materialien sind offen und zugänglich, sowie auf ästhetisch Art angeordnet. Das Materialangebot wird von den Pädagogen regelmäßig angepasst und hat einen großen Aufforderungscharakter.